FAQ

Masterstudiengänge im Bereich Journalismus gibt es schon sehr viele. Braucht die Welt da noch einen Masterstudiengang Fernsehjournalismus?

Es gibt zwei wesentliche Gründe für die Einrichtung des Masterstudiengangs:

1.) Im deutschsprachigen Hochschulmarkt ist dieser Master der einzige seiner Art. Die Möglichkeit, sich von Beginn an auf das Fachgebiet Fernsehjournalismus zu spezialisieren gab es bisher noch nicht.

Alle anderen journalistischen Masterstudiengänge vermitteln zunächst eine breite journalistische Ausbildung in den Bereichen Print, Online, Audio und Video. Erst nach zwei bis drei Semestern können sich die Studierenden spezialisieren.

Anders beim Masterstudiengang Fernsehjournalismus an der Hochschule Hannover. Dieser baut auf ein breites journalistisches und medienwissenschaftliches Vorwissen auf. Die Studierenden beschäftigen sich von Beginn an ausschließlich mit dem Fernsehjournalismus.
Hinzu kommt der innovative Aspekt des Studienganges: Der Fernseh-Master bezieht zukunftsweisende technische Entwicklungen und Kommunikationsmöglichkeiten ausdrücklich ein.

Der Studiengang ist strikt anwendungsbezogen und wissenschaftlich orientiert zugleich. Die personelle und technische Ausstattung der Hochschule Hannover ist im Vergleich zu anderen staatlichen Hochschulen sehr gut.

2.) In der Medienbranche gibt es einen großen Bedarf an qualifizierten Absolventinnen und Absolventen im Bereich TV-Journalismus:
Nach einer Medienkrise in den Jahren 2000-2004 braucht der Markt sehr gut ausgebildete Fernseh- und Bewegtbildspezialisten. Diese sollen sich sowohl im redaktionellen, als auch im technischen Bereich sehr gut auskennen. Die zahlreichen Kooperationspartner (z. B. SAT. 1, NDR, BR, AZ Media, RTL u. a.) weisen immer wieder ausdrücklich auf den Bedarf an qualifizierten Absolventinnen und Absolventen hin. Mit dem Abschluss „Master in TV-Journalism“ eröffnen sich sehr gute Berufsperspektiven.

Nach welchen Kriterien werden die Studierenden für den Masterstudiengang Fernsehjournalismus ausgewählt?

Voraussetzungen für die Aufnahme des Studiums:
– (Fach)Hochschulabschluss (B. A., Diplom) in einem Journalismus- bzw. medien-/kommunikationswissenschaftlichen Studiengang
– film- und/oder fernsehbezogene Praxisanteile im Erststudium von mindestens 9 ECTS-Leistungspunkten
– Abschlussnote des Erststudiums 2,5 oder besser
– Mindestens vier Monate Praxis (z. B. Praktika, freie Mitarbeit) im Bereich TV/Video
– Journalistische Arbeitsproben (Bewegtbild)

Bewerberinnen und Bewerber, die die Voraussetzungen erfüllen, werden zu einem Auswahlgespräch eingeladen, welches die besondere Befähigung der Kandidatinnen und Kandidaten prüft. Die Kriterien im Auswahlgespräch sind:

– Praktische Fähigkeiten im Bereich der Bewegtbildgestaltung
– Kenntnisse im Bereich des Fernsehjournalismus
– Berufliche Ziele des Bewerbers bzw. der Bewerberin

Wäre ein Volontariat in einer Fernsehredaktion nicht praxisbezogener?

Ein Volontariat ist eine praktische journalistische Ausbildung und ein „Training-on-the-job“. Volontäre sind in die komplexen redaktionellen Strukturen stark eingebunden. Oft leisten sie die gleiche Arbeit wie festangestellte Redakteure. Die Ausbildung wird zwar durch journalistische Seminare ergänzt. Diese reichen aber nicht aus, um wissenschaftlich reflektiert arbeiten zu können.

Absolventinnen und Absolventen, die ihre Weiterbildung nach dem Bachelor of Arts auf ein Volontariat beschränken, haben begrenzte berufliche Perspektiven. Auch eine wissenschaftliche Laufbahn ist ihnen verwehrt.

Der Fernseh-Master ist anwendungsbezogen konzipiert. Zahlreiche praxisorientierte Projekte und die Unterstützung durch Dozentinnen und Dozenten aus der Wirtschaft ermöglichen einen tiefen Blick in die journalistische TV-Praxis.

Warum ist im Studiengang kein Auslandssemester integriert?

Zurzeit gibt es im europäischen Ausland keinen vergleichbar konzipierten Masterstudiengang. Ohne Zeitverzögerung wäre ein gleichwertiges Studium inklusive Auslandssemester nicht möglich. Es ist jedoch nicht unüblich, dass Studierende ihre Masterthesis an einer Partneruniversität der Hochschule Hannover im Ausland schreiben. Die wissenschaftliche Abschlussarbeit kann wahlweise in Deutsch oder Englisch verfasst werden.

Warum wurde ein konsekutiver Masterstudiengang eingeführt?

Der Fernseh-Master der Hochschule Hannover ist als Fortführung der grundständigen BA-Studiengänge Journalismus, Public Relations und Design konzipiert. Der anwendungsbezogene Masterstudiengang mit wissenschaftlichem Anspruch erweitert wesentlich, qualitativ wie quantitativ, Grundkenntnisse der Praxis aus den BA-Studiengängen.

Besonders qualifizierten BA-Absolventinnen und -Absolventen der Hochschule Hannover soll es möglich sein, sich direkt nach dem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss zu spezialisieren. Direkt bedeutet, dass die Studierenden nach einem einschlägigen Erststudium über höchstens ein Jahr Berufserfahrung verfügen.

Ein weiterer Vorteil des konsekutiven Masterstudienganges: Für die Studierenden fallen, abgesehen von den allgemeinen Studienbeiträgen und der Verwaltungsgebühr, keine Studiengebühren an.

Was kostet mich das Studium? Muss ich für die Ausleihe von Kamera, Tontechnik etc. zahlen?

An Kosten fällt für die Studierenden lediglich der Semesterbeitrag (im SoSe 2015: 388,33€) an. Für MTV-Studierende ist die Ausleihe sämtlicher für TV-Produktionen nötiger Technik in High-End-Qualität bei der Campus Medienwerkstatt kostenfrei.

Wie relevant ist eine wissenschaftliche Ausbildung für TV-Journalisten?

Der Vorteil des Masterstudiengangs Fernsehjournalismus liegt in der breiten medialen und technischen Vermittlung der journalistischen Fertigkeiten in Verbindung mit einer wissenschaftlichen Ausbildung.
Dadurch werden den Absolventinnen und Absolventen zahlreiche berufliche Perspektiven eröffnet: Einerseits die berufliche Karriere als Video- oder TV-Journalistin/Journalist. Andererseits ist eine wissenschaftliche Laufbahn möglich, da der Masterabschluss die Promotion ermöglicht.

Die wissenschaftliche Ausbildung befähigt die Absolventinnen und Absolventen zur selbständigen und intensiven Interpretation und Auseinandersetzung mit den komplexen beruflichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten. Der Fernseh-Master vermittelt strukturiertes und wissenschaftliches Arbeiten und die Fähigkeit, sich kompetent und kritisch in wissenschaftliche, gesellschaftliche und berufliche Diskussionen einzubringen.

Wie wird dieser kostenintensive Studiengang finanziert?

Zum einen leistet das Land Niedersachsen eine Anschubfinanzierung: Für Umbau, Ausstattung und Nutzung des Bertelsmann Pavillons durch die Hochschule Hannover will das Land Niedersachsen der Hochschule Hannover in den nächsten beiden Jahre fünf Millionen Euro bereitstellen.

Die Hochschule Hannover wird auch in Zukunft mit den zahlreichen Kooperationspartnern Drittmittelprojekte realisieren. Die Erträge fließen direkt in die Finanzierung des Masterstudienganges Fernsehjournalismus.

Im Bertelsmann Pavillon entsteht derzeit ein Medienkompetenzzentrum zur Förderung des Medienstandortes Hannover. Es wird den Kooperationspartnern und anderen Institutionen nach Vereinbarung zeitweise zur Verfügung gestellt. Auch diese Erträge werden direkt in die Finanzierung des Fernsehmasters fließen.

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